2012-04-25

Linux Hardware-Datenbanken für Ubuntu und andere

Das gewichtigste Argument gegen den Einsatz einer Linux-Distribution ist sicher die Verfügbarkeit von Treibern. Wenn es einfach keinen Treiber für ein bestimmtes Gerät gibt, dann bleibt einem nichts anderes übrig als auf ein Betriebssystem auszuweichen, für das ein Treiber existiert. In nahezu 100% aller Fälle ist das dann Windows.

Das der Fehler hier bei den Herstellern und nicht bei Linux liegt ist klar - hilft aber nicht weiter.

Die meiste Hardware wird von Linux sofort erkannt und kann verwendet werden. Ist aber doch Handarbeit nötig oder will man gar im Voraus wissen ob ein bestimmtes Gerät unter der Lieblings Distribution läuft, so ist guter Rat teuer.

Hier kommen Linux Hardware-Datenbanken ins Spiel. LinuxHCL ist den meisten sicher ein Begriff. Lange Zeit war die Hardwaredatenbank im Ubuntuusers-Wiki DER Anlaufpunkt in Sachen Hardware. Das änderte sich als das Ubuntuusers-Team entschied die Hardwaredatenbank auf Grund schlechter Struktur zu schließen.

Linuware Datenbank
Kurz nach dieser Meldung stieß ich auf das Projekt LiNUWARE. LiNUWARE will eine multilinguale Hardware-Datenbank für Linux-Distributionen werden und ist es auch schon. Ob irgendwann eventuell auch BSD-Systeme eingetragen werden können steht noch nicht fest. Die vorhandenen Einträge werden in einer Art Ranking sortiert und können über die Suchfunktion leicht gefunden werden.

LiNUWARE macht vieles richtig, was andere noch nicht können. Trotzdem ist es noch in der Beta-Phase und zeigt hier und da noch kleine Schwächen auf. Nichts desto trotz lässt es sich einwandfrei verwenden - ich kann daher jedem ans Herz legen seine Hardware dort einzutragen.

Das Ganze geht flott und einfach:
  1. Hersteller, Gerätename und -Art eingeben
  2. Note vergeben (gut, neutral, schlecht)
  3. Hinweis eintragen (z.B. kleine Anleitung was zu tun ist)
  4. abspeichern

Zu bemängeln ist aus meiner Sicht nur Weniges:
  • Trägt man seine Hardware ein, so kann man die verwendete Distribution aus einem Ausklappmenü wählen. Dass hier zwischen Ubuntu, Xubuntu usw. unterschieden wird macht nur wenig Sinn. Sinnvoller wäre hier ein zweites Auswahlmenü in dem man optional die verwendete Desktopumgebung auswählen könnte. 
  • Dass sich alte, nicht mehr unterstützte Versionen der Distributionen noch im Ausklappmenü befinden ist etwas lästig, da dieses dadurch sehr lang ist. 
  • Die Suchfunktion hat noch das Problem, dass man Geräte bei anderen Schreibvarianten nicht finden kann (z.B. MD 96500 statt MD96500). 
  • Es ist nicht erlaubt seine Bewertungen in mehreren Sprachen zu verfassen.
  • Der Nutzer selbst kann keine neuen Distributionen anlegen
  • Eine Anmeldung ist noch zwingend notwendig, was bei Projekten dieser Art sicher der größte Stolperstein ist

Offizielles Logo
Fazit: Das Projekt ist aber noch in der Entwicklung, deshalb dürfen diese Punkte nicht zu streng gesehen werden. Alles in allem ist es das meiner Ansicht nach am besten umgesetzte Projekt dieser Art - einzig die noch geringe Anzahl der Nutzer ist ein Manko, wird sich aber hoffentlich bald stark nach oben ändern.

Morgen kommt Ubuntu 12.04 Precise Pangolin raus

Noch ein Tag bis zum Release. Da stellt sich doch die Frage, welche Desktopumgebung soll man nutzen. Unity ist um einiges besser geworden - aber eines stört mich nach wie vor. Es gibt kein klassisches Anwendungsmenü.

Für mich stellt sich daher die Frage: XFCE, GNOME-Shell oder KDE.

KDE ist mit Version 4.8 um einiges flotter und stabiler geworden und meiner Ansicht nach zum ersten Mal eine wirkliche Option. GNOME hat sich ebenfalls deutlich weiter entwickelt und ist mit Einsatz entsprechender Erweiterungen eine wahre Freude. XFCE ist jedoch immernoch das flotteste und für mein Notebook (MD96500 mit 2GB Ram und 1,7GHz Intel Centrino) vermutlich DIE Wahl.

Wer sich fragt warum ich LXDE, Enlightenment, MATE und Cinnamon nicht anspreche ... LXDE ist klasse auf Netbooks, Enlightenment ist mir einfach nicht stabil genug.

Den Sinn hinter MATE habe ich bislang garnicht erfasst. Wenn man schon unbedingt einen Desktop wie GNOME 2.3 haben will, warum steckt man diese Energie nicht in einen GNOME3 Classic Fork oder die Weiterentwicklung von XFCE und LXDE? Auf Teufel komm raus alles beim Alten belassen zu wollen bringt niemanden weiter.

OTR-Verwaltung unter openSUSE

Nachdem ich OTR-Verwaltung über das RPM-Paket der Projektseite installiert hatte rührte sich erstmal garnichts. Grund: Das Paket python-xdg war nicht mit installiert worden.

zypper install python-xdg

und das Problem ist gelöst.

Nachtrag 25.04.2012: Auf meine Mail an den Entwickler den Fehler mit den Abhängigkeiten zu lösen habe ich leider noch keine Antwort. Aber die Lösung funkitioniert nach wie vor (jetzt openSUSE 12.1)  einwandfrei.

2012-04-24

Windows optimal einrichten (auch für Linux-Nutzer)

Hat man einmal Linux genutzt, dann fällt es schwer wieder Windows zu nutzen, vor allem die folgenden Dinge treiben einen immer wieder in den Wahnsinn:

  • Treiber suchen und installieren
  • Programme runterladen und installieren
  • Programme einzeln aktualisieren
  • Veraltetes Zeug wie Explorer oder Editor nutzen

Ich möchte hier also Tipps sammeln, wie man sein System einmal einrichtet und dann damit arbeiten kann ohne dauernd genervt zu werden. Tipps aus den Kommentaren fließen mit der Zeit hier ein.

Vorgehen:

(1) Windows installieren und aktualisieren
Muss natürlich so oder so gemacht werden. Bevor jetzt irgendetwas anderes unternommen wird, sollten alle verfügbaren Updates gemacht werden.

(2) Treiber installieren
Wo ist die Wundersoftware die automatisch alle fehlenden Treiber sucht und installiert?


(3) Paketverwaltung einrichten
Hier sei einfach auf die Anwendung Luffi verwiesen. Das lädt man sich herunter und installiert es. Alle weiteren Anwendungen werden dann über den kleinen Luftballon und das Luffi-Software-Center installiert.

(4) Empfohlene Software installieren und verwenden
Im Luffi Software Center kann nun installiert werden:

  • Virenscanner - AVG, AntiVir usw.
  • Firewall - ZoneAlarm o.a.
  • Office Suite - z.B. LibreOffice statt Microsoft Office
  • Browser und Mail-Programm - z.B. Firefox und Thunderbird
  • Texteditor - z.B. Notepad++
  • Explorer - z.B. FreeCommander
  • Grafikprogramme - z.B. GIMP, Inkscape und IrfanView
  • Medienplayer - z.B. VLC
  • Sofortnachrichten - z.B. Skype und Pidgin (für ICQ, MSN, Jabber, Facebook)
Immer darauf achten Toolbards usw. in den Installern zu deaktivieren.
(5) Optimierung
Ein paar Vorschläge um die verwendeten Anwendungen noch zu optimieren:

  • Firefox: Adblock Plus, WOT und Flashblock installieren
  • Thunderbird: Lightning installieren
  • Pidgin: Off-the-Record Plugin installieren

(6) Fertig
Schon hat man das nahezu perfekte System

Was kann man noch tun um so einfach wie möglich das perfekte System einzurichten?

Paketverwaltung Luffi für Windows

Zweieinhalb Jahre ist es her, seit ich von Windows radikal auf Linux/Ubuntu umgestiegen bin. Die Gründe dafür waren sicher die selben wie bei den meisten anderen Umsteigern auch: Geschwindigkeit, Viren, der Zwang jedes halbe Jahr neu zu installieren und die damit verbundene Treibersuche - und nicht zuletzt, die Faszination die von openSOURCE ausgeht.

Was jeder Linux-Nutzer schon nach kurzer Zeit zu lieben lernt (und sich schon bald die Frage stellt wie man jemals ohne sie auskommen konnte) ist die Paketverwaltung. Wenn man eine bestimmte Anwendung haben will, dann geht man in die Paketverwaltung, sucht danach und mit einem Klick oder einer Eingabe ist das Programm einsatzbereit und wird im Laufe der Zeit automatisch mit allen anderen Anwendungen aktualisiert. Unter Windows hingegen ruft man den Browser seiner Wahl auf, durchforstet das Internet und lädt dann meist auf einer der bekannten Software-Sammelseiten die Installationsdatei herunter und installiert sie. Das Programm kümmert sich dann oft selbst um die Aktualisierung und weist immer mal wieder darauf hin.

Das vor allem unerfahrene PC-Anwender bei diesem Vorgehen leicht in Abo-Fallen tappen ist zwar mit etwas Weiterbildung leicht zu vermeiden, sollte aber garnicht erst so sein. Auch die Gefahr sich bei der falschen Download-Quelle Viren einzufangen ist durchaus gegeben.

Es zeigt sich also sehr deutlich welche Vorteile so eine Paketverwaltung, manchmal auch als Software-Center aufgehübscht, bietet.

Unter Windows gibt es solche Programme mittlerweile auch - aber die meisten können sich nicht im entferntesten mit den Linux-Anwendungen wie APT, Zypper, Packman, YaST, Synaptic usw. messen.

Nach langer und fruchtloser Suche stieß ich zuletzt auf das recht junge Projekt Luffi. Dieses übernimmt die Aufgabe der Anwendungssuche, -Installation und Aktualisierung. Luffi verwendet dabei zwar den Standard-Windows Installer des jeweiligen Programms, überwacht aber auch was dieser tut. Zudem bietet das Programm nur kostenlose Software an und lädt diese aus den Hersteller-Quellen. Aber das ist noch lange nicht alles, Luffi bietet ein eigenes Menü das, wie unter Linux üblich, nach Kategorien unterteilt ist. Es erkennt bereits installierte kostenlose Software und die wichtigste kommerzielle Software und es lässt sich auch schon recht ordentlich an eigene Bedürfnisse anpassen.

Luffi installiert Inkscape
Luffi installiert Inkscape


Das meiste was bisher noch zu bemängeln wäre, ist nur kosmetischer Natur. So laufen Installation und Updates nur halbautomatisch, was jedoch in den allermeisten Fällen auf ein Fehlen der "Silent"-Option im Installer zurückzuführen ist. Zudem wäre ein "Orte"-Menü, wie aus den meisten Linux-Distributionen bekannt, eine nette Sache. Doch die Entwickler sind immer für konstruktive Kritik offen und die Software lässt sich wunderbar verwenden.

Fazit: Ein Projekt auf dem Weg DIE Paketverwaltung für Windows zu schaffen. Ich möchte es nicht mehr missen und werde es definitiv auf jedem Windows-Rechner den ich betreue einrichten. Vielen Dank an die Entwickler für dieses tolle Werkzeug.

2012-04-03

KMyMoney und AqBanking mit Sparda-Bank Giro Konto

Da es garnicht so einfach ist alle Informationen zusammenzutragen hier ein kleiner Post dazu:

KMyMoney 4.6.1
AqBanking
Ubuntu 12.04 Beta 2

Zuerst sollten AqBanking und KMyMoney aus den offiziellen Ubuntu-Quellen installiert werden. Dann folgt die Einrichtung:

KMyMoney -> Einstellungen -> AqBanking einrichten ...
Benutzer anlegen -> Dem Assistenten folgen -> Erweiterte Einstellungen
Häkchen bei "SSLv3 erzwingen" setzen.
Fertig.

Danach Konto anlegen oder auswählen -> Konto -> Einem Onlinekonto zuordnen

Zuletzt im Kontenbuch einfach auf Aktualisieren klicken.