2014-01-07

Windows XP verschwindet ab April 2014 - was nun?

Einige von uns haben ihre PCs und Laptops bereits seit vielen Jahren. Sicher haben einige von euch zu Weihnachten einen neuen bekommen. Wahrscheinlich lagen mehr Smartphones und Tablets unter den Weihnachtsbäumen, als herkömmliche PCs. Warum auch nicht?

Windows 8, Android und iOS bringen alles mit, was der durschnittliche Nutzer so braucht: Fotos schießen, Skypen, Kurznachrichten und E-Mails schreiben. Videos aufnehmen, Musik hören, und vieles mehr steckt in den handlichen Geräten.

Wer mit dem PC arbeitet, der wird auch zukünftig nicht auf eine richtige Tastatur verzeichten wollen. Daher gibt es für die meisten Tablets eben Bluetooth-Tastaturen.

Um zu meinem eigentlichen Anliegen zu gelangen:
Tablets und Co. sind toll. Windows 7 ist ein gutes Betriebssystem mit dem es sich gut arbeiten lässt - ohne Zweifel. Aber was ist mit den älteren PCs und Laptops, die bei uns zu Hause stehen?

Eigentlich gibt es nur drei Gründe ein neues Gerät zu kaufen:

  1.  Man will die vielen neuen Funktionen verwenden
  2.  Das alte Gerät ist zu langsam und modernen Betriebssystemen nicht gewachsen
  3.  Das älte Gerät ist kaputt

Wer ein Tablet haben will, der kauft eben eins. Das ist auch gut so. Daran hängen viele Arbeitsplätze und der technische Fortschritt ist wichtig.

Jene aber, denen ein gewöhnlicher PC genügt, würde ihn gern weiter benutzen ohne einen neuen zu kaufen. Das war dank Windows XP auch viele Jahre lang möglich. Im April dieses Jahres wird Microsoft die Unterstützung für Windows XP nun endgültig einstellen. Das ist vollkommen in Ordnung. XP hatte ein langes Leben und man kann verstehen, dass das Unternehmen seine Ressourcen nun auf die neuen Systeme Windows 7 und 8 konzentrieren will. Selbstverständlich will das Unternehmen auch verkaufen, und mit dem Supportende werden viele Leute gezwungen sein neue PCs und Betriebssysteme zu erwerben.

Was passiert aber mit den hunderttausenden PCs, für die Windows 7 einfach zu hohe Hardware-Anforderungen stellt? Die meisten davon werden leider auf dem Müll landen. Schlimmer noch, Elektroschrott aus Industrieländern landet meist in Entwicklungsländern und wird dort von Kindern und Erwachsenen umwelt- und gesundheitsschädlich verbrannt, um die darin enthaltenen Metalle zu erhalten.

Gibt es keine andere Möglichkeit? Doch, die gibt es. Auch wenn ein Laptop 6, 7 oder gar 8 Jahre alt ist, handelt es sich doch um außerordentlich Leistungsstarke Hardware. Windows XP mag gehen, aber es gibt viele Alternativen!

Haucht eurem alten PC neues Leben ein!

Lubuntu statt Windows XP


Im April 2014 erscheint die neue Langzeit-Version von Lubuntu. Lubuntu ist ein Linux-basiertes Betriebssystem der Ubuntu-Familie. Es ist extra dafür ausgelegt auf älteren PCs flott zu laufen. Die Hardware-Anforderungen sind sehr gering - in etwa vergleichbar denen eines frisch installierten Windows XP mit Service Pack 3. Im Gegensatz zu Windows XP bleibt das System aber flott, egal wie lange man es verwendet. Firefox, LibreOffice, VLC-Player, Skype usw. sind natürlich auch unter Linux verfügbar. Linux-Betriebssysteme verfügen schon sehr lange über Paketverwaltungen (in etwa wie die App-Markets in mobilen Geräten). Lubuntu ist sehr anwenderfreundlich und es sollte keinem größere Probleme bereiten darauf umzusteigen. Wer stärkere Hardware besitzt kann auch Kubuntu oder Xubuntu verwenden. Seht euch einfach mal auf ubuntuusers.de um.

Kubuntu in Aktion


Multimediacenter aus altem Laptop machen


XBMC ist ein Multimediacenter das alle möglichen Videos von Festplatte, USB-Stick und aus dem Internet abspielt. Filme und Serien anhand Online-Datenbank zusammenstellt und vieles mehr. Wer nicht allzu viel tüfteln möchte, der sollte einen Blick auf OpenElec werfen (generic build für normale PCs).

PC verschenken


Es gibt viele Leute die sich einen PC einfach nicht leisten können. Installiert Lubuntu drauf und verschenkt euren alten, falls ihr in sonst wegwerfen würdet.

Reparieren


Repair-Cafés tauchen überall auf, seht euch mal um

Schluss mit Werbung

Die kleinen Aufkleber am Briefkasten kennt sicher jeder von uns:

"Bitte keine Werbung einwerfen!"

Aber warum kleben die Leute sie dorthin? Dafür mag es viele Gründe geben: Der Briefkasten ist stets zu voll, man interessiert sich einfach nicht für die Werbung ...

Jeder benutzt einen Spam-Filter fürs E-Mailfach, warum also nicht für den Analog-Briefkasten?

In Deutschland werden jährlich viele Millionen an Papier verschwendet. Einen großen Anteil daran nimmt die Werbebranche. Vermutlich verschwinden mehr als 2/3 aller Werbeprospekte ungelesen im Papierkorb.

Wenn ihr also wisst, dass ihr die Werbung nicht wirklich lest, dann bringt einen Aufkleber an eurem Briefkasten an. Damit helft ihr der Umwelt und braucht außerdem nicht so oft den Papierkorb ausleeren.

Wollt ihr dann doch einmal wissen, was es gerade für Angebote im Supermarkt um die Ecke gibt, dann seht euch die aktuelle Werbung einfach online an. Nahezu alle Handelsketten bieten ihre Prospekte als PDF auf ihren Homepages an.

Windows mit extra Administrator-Konto verwenden

Linux ist als Betriebssystem unter anderem deshalb so sicher, weil Benutzer- und Administrator-Konten streng voneinander getrennt sind. Die meisten Windows-Nutzer arbeiten stets mit Administrator-Rechten.

Dabei ist diese Trennung bei Windows ebenso möglich. Man erstellt einfach einen neuen Benutzer unter:

    "Systemsteuerung > Benutzerkonten hinzufügen/entfernen"

Dort fügt man nun einen neuen Benutzer namens "Admin" vom Typ "Administrator" hinzu und erstellt ein Passwort. Das eigene Benutzerkonto muss man nun noch zum Typ "Standard-Benutzer" ändern.

Künftig, bei Systemänderungen, wird Windows nun, wie man es von Linux kennt, nach dem Admin-Passwort fragen. Viren können sich diesen Zugang nicht ohne weiteres verschaffen und man hat sein Windows ein wenig sicherer gemacht.